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Die Finanzierung von Minderheitenorganisationen

Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen den Minderheiten der Grenzregion

Einleitung

Die Finanzierung von Minderheitenorganisationen ist ein Thema, das zwar häufig diskutiert wird aber bisher wenig untersucht wurde. Organisationen die die Interessen von Minderheiten vertreten müssen häufig hart um staatliche Unterstützung kämpfen und sind in vielen Fällen auf Spenden und andere Eigenfinanzierung angewiesen um ihre Aktivitäten fortführen zu können. Während die Höhe der Förderungssummen also ein vieldiskutiertes und hartumkänpftes Thema ist, fehlt es an Untersuchungen die sich mit den Strukturen und Auswirkungen von Vergabeprozessen von Fördergeldern für Minderheiten befassen. Außerdem fehlt es häufig an Fachwissen zu entsprechenden Prozessen und an Daten, um Vergleiche und Untersuchungen anstellen zu können wie sich bei einem vom European Centre for Minority Issues (ECMI) organisierten Expertentreffen zum Thema Finanzierung von Minderheitenorganisationen im Dezember 2013 zeigte. Am 24. März 2014 hat das ECMI deshalb zum alljährlichen Runden Tisch der Minderheiten geladen, um auf Vorschlag des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN) eben dieses Thema zu diskutieren. Die Vertreter der Minderheiten in der Grenzregion haben ihre jeweilige Finanzierungssituation vorgestellt und anschließend Unterschiede und Ähnlichkeiten diskutiert, sowie die Stärken und Schwächen der vorherrschenden Strukturen herausgestellt. Dabei hat sich ergeben, dass trotz der geografischen Nähe der Gruppen zueinander die Unterschiede in den Finanzierungsstrukturen groß sind und die Vergabeprozesse von Fördergeldern für die Minderheiten teilweise eine große Planungsunsicherheit bergen.

 

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FolkBALTICA 2014 @ECMI: Vortrag über Litauen und seine ethnischen Minderheiten/ Foredrag om Litauen og dets etniske Mindretal

Litauen hat eine wechselvolle Geschichte. Bis 1569 selbstständig gehörte es danach zum Königreich Polen und kam nach den polnischen Teilungen unter russische Herrschaft. Nach dem Ende des ersten Weltkrieges war Litauen bis 1940 ein unabhängiger Staat. 1940 okkupierten Sowjettruppen als Folge des Hitler-Stalin-Paktes Litauen. Zwischen 1941 und 1944 stand das Land unter deutscher Besatzung, bevor es erneut von der roten Armee besetzt wurde. Danach war Litauen bis zur Unabhängigkeit 1990 eine Sowjetrepublik. Seit 2004 ist Litauen EU-Mitglied.

Der Vortrag von Mindaugas Kuklys beleuchtete die Geschichte der ethnischen Minderheiten in Litauen von 1918 bis heute und der litauischen Minderheiten in anderen EU-Staaten im 21. Jahrhundert.

Freitag, den 09.05.2014, 16:00 Uhr, Kompagnietor

FolkBALTICA's Homepage

Litauen har haft en omskiftelig historie. Landet var selvständigt indtil 1569 og blev derefter en del af Kongeriget Polen. Efter de polske delinger kom det russiske herredømme. Efter Første Verdenskrigs afslutning var Litauen en uafhængig stat frem til 1940, hvor sovejttropper besatte landet som en konsekvens af Hitler-Stalin-pagten. Mellem 1941 og 1944 var Litauen besat af tyskerne, hvorefter det på ny blev besat ad Den Røde Hær. Derefter var Litauen en sovejtrepublik, indtil landet blev uafhængig i 1990. Litauen har været medlemaf EU siden 2004.

Mindaugas Kuklys foredrag belyste de etniske mindretals historie i Litauen fra 1918 og frem til i dag og det litauiske mindretals historie i andre EU-lande i det 21. århundrede.

Fredag, 09.05.2014, kl. 16, Kompagniporten

FolkBALTICA's hjemmeside

ECMI Runder Tisch der Minderheiten 2014

Thema: Finanzierung von Minderheitenorganisationen

Die Anteilnahme von nationalen Minderheiten am politischen und öffentlichen Leben wird zu einem großen Teil davon beeinflusst, ob Minderheitenorganisationen angemessen arbeiten können. In diesem Zusammenhang ist die Finanzierung dieser Organisationen von großer Bedeutung. Viele Minderheitenorganisationen erhalten öffentliche Gelder für die Ausübung von Kernaufgaben, andere erhalten keine, und viele sind auf private Finanzierung, entweder aus den eigenen Reihen oder von z.B. der Europäischen Gemeinschaft, angewiesen. Im Zusammenhang mit der Höhe der Zuwendungen und der Art und Weise der Verteilung von Geldern stellen sich Fragen der Gleichbehandlung. Zusätzlich müssen auch sehr praktische Fragen behandelt werden:  Wie werden Gelder verwendet? Gibt es Mechanismen, die die Gesetzlichkeit und Transparenz der Verwendung prüfen? Die Klärung dieser Fragen sind wichtige Schritte auf dem Weg zur Stärkung der Beteiligung von Minderheiten. Der Runde Tisch für Minderheiten wird in diesem Jahr diese essentiellen Fragen angehen.

Eröffnungsredner: Harro Hallmann, Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN)

Sie sind herzlich eingeladen an der Diskussion teilzunehmen, am Montag, den 24. März 2014, 17-19 Uhr bei ECMI im Kompagnietor, Schiffbrücke 12, Flensburg

Sprachen: Deutsch, Dänisch, Friesisch und Englisch

Anmeldung: Maj-Britt Risbjerg Hansen, hansen@ecmi.de

ECMI Rundbordsdiskussion 2014

Tema: Finansiering af Mindretalsorganisationer

Mindretallenes deltagelse i det politiske og offentlige liv afhænger hovedsageligt af organisationernes evner til at fungere hensigtsmæssigt. Det mest afgørende aspekt i den forbindelse er finansiering. Mange mindretalsorganisationer modtager offentlig støtte til deres kernefunktioner, andre modtager ingen støtte og mange må supplere med midler fra private fonde i lokalsamfundet eller i det større europæiske fællesskab. Derudover rejser størrelsen af tilskud og måden hvorpå økonomiske tilskud  fordeles spørgsmål om lighed. Endelig er der mere praktiske spørgsmål: hvordan bruges midlerne? Og findes der mekanismer/virkemåder der sikrer at midlerne bruges lovligt og transparent? Disse spørgsmål er vigtige for procesen der skal styrke mindretallenes deltagelse. Dette års rundbordsdiskussion vil forsøge at sætte spørgsmålene i perspektiv.

Diskussionsoplæg: Harro Hallmann, Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN)

Alle er hjertelig velkommen til at deltage i diskussionen, mandag, den 24. marts 2014, kl 17-19 hos ECMI i Kompagniporten, Schiffbrücke 12, Flensborg

Sprog: dansk, tysk, frisisk og engelsk

Tilmelding: Maj-Britt Risbjerg Hansen, hansen@ecmi.de

Dialog als Mittel zum Zweck

Im Rahmen der konstituierenden Sitzung des ECMI Beirats und des internen Workshop mit allen Mitarbeitern stellte Hans Heinrich Hansen die Organisation FUEV vor und berichtete von seinen Erfahrungen im Umgang mit Mehr- und Minderheiten.

 

Die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) ist mit mehr als 90 Mitgliedsorganisationen in 32 europäischen Ländern der größte Dachverband der nationalen Minderheiten in Europa. Gegründet wurde die FUEV 1949 in Paris, im selben Jahr wie der Europarat. Die FUEV vertritt die Interessen der europäischen Minderheiten auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene. Sie setzt sich ein für den Erhalt und die Förderung der Identität, Sprache, Kultur und Rechte der europäischen Minderheiten. Hans Heinrich Hansen vom Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) ist seit 2007 Präsident der FUEV. Er macht sich seit vielen Jahren stark für die Rechte und Gleichstellung der Minderheiten. Im Rahmen des internen Workshops erzählte er von seinen Erlebnissen und Erfahrungen als Mitglied der deutschen Minderheit in Dänemark und seinen vielen Reisen ins europäische Ausland, um die Situation zwischen Mehr- und Minderheiten stets zu verbessern.  Hans Heinrich Hansen, 1938 in Hadersleben geboren, wurde schon früh auf die Problematiken im deutsch-dänischen Grenzland aufmerksam. 1944 wurde er an einer deutschen Schule in Nordschleswig eingeschult. Das Jahr darauf, das Ende des 2. Weltkrieges, war einschneidend für Dänemark. Viele Mitglieder der Deutschen Minderheit hatten Hitlers Truppen unterstützt und standen jetzt im Fadenkreuz. Hans Heinrich Hansen wechselte später zu einer dänischen Schule, mit deren Theatergruppe er im Abschlussjahr bei einer dänischen Schule auf deutscher Seite auftrat – für ihn das Schlüsselerlebnis. Sein Interesse für Minderheiten war geweckt!  Zu seinen markantesten Erlebnissen, sagt Hansen, gehörte eine Einladung zur Feier der 75jährigen Zugehörigkeit Nordschleswigs zu Dänemark im Juli 1995 auf Düppel. Bei dieser Veranstaltung durfte Hansen sogar eine Rede halten - eine revolutionäre Entscheidung der dänischen Organisatoren, einen Vertreter der deutschen Minderheit miteinzubeziehen. Medien in ganz Dänemark griffen das Thema auf. Mit dieser Rede trug Hansen dazu bei, dass die deutsche Minderheit in Nordschleswig der Mehrheits-Bevölkerung gleichgestellt wurde. Durch persönliche Gespräche mit dem damaligen Vorsitzenden Heinrich Schultz, Sydslesvigsk Forening (SSF), dem Kulturverein der dänischen Minderheit, kam es dann zu einem ersten Austausch über die Grenze hinweg. Heute arbeiten die beiden kulturellen Dachverbände eng zusammen und initiieren Projekte, an denen Mehr- und Minderheiten teilnehmen. Für Hans Heinrich Hansen ist der Dialog und der persönliche Kontakt essentiell für das friedliche Zusammenleben und die gleichwertige Behandlung von Mehr- und Minderheiten in ganz Europa –  dafür setzt er sich unermüdlich ehrenamtlich ein.

https://www.fuen.org/de/ueber-uns/fakten/

Mindre- og flertal i dialog

I forbindelse med det konstituerende møde af ECMIs råd og den interne workshop med alle medarbejdere, præsenterede Hans Heinrich Hansen organisationen FUEN og fortalte om sine egne erfaringer med hensyn til forholdet mellem mindre- og flertal.

Organisationen Federal Union of European Nationalities (FUEN) er med 90 medlemsorganisationer i 32 europæiske lande den største paraplyorganisation for de autoktone, nationale mindretal i Europa. FUEN blev dannet i Paris i 1949 - samme år som Europarådet. FUEN repræsenterer de europæiske mindretals interesser - på regionalt, nationalt og især på europæisk plan. FUEN kæmper for bevarelse og fremme af de europæiske mindretals identitet, sprog, kultur og rettigheder. Hans Heinrich Hansen fra Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN) er siden 2007 FUENs formand. I mange år har Hans Heinrich Hansen ydet en indsats for mindretallenes rettigheder og ligestilling af mindretallene. I forbindelse med den interne workshop fortalte han om sine oplevelser og erfaringer som medlem af det tyske mindretal i Danmark og de mange rejser rundt omkring i Europa, for at forbedre mindretallenes situation. Hans Heinrich Hansen blev født i Haderslev i 1938 og blev allerede som barn konfronteret med problematikker i det dansk-tyske grænseland. Han kom i tysk skole i 1944. Anden Verdenskrigens afslutning var især for medlemmerne af det tyske mindretal en hård tid. Mange havde understøttet Hitlers regime og blev nu anklaget. Hans Heinrich Hansen afsluttede sin skolegang på en dansk skole og her havde han for første gang kontakt til en dansk skole syd for grænsen. Afslutningsklassens teaterstykke blev traditionen tro også opført syd for grænsen. Her blev hans interesse for mindretallenes kår for alvor vakt. Ved 75-års-jubilæumsfesten for Genforeningen på Kongeskansen på Dybbøl i 1995 var den daværende formand for Bund Deutscher Nordschleswiger, Hans Heinrich Hansen, inviteret som en af talerne, og i sit indlæg bekræftede han fuld loyalitet fra mindretallet over for Danmark og det danske folkestyre. Aviserne skrev om den markante situation og der blev diskuteret i hele Danmark. Men det blev optakten til en levet ligestilling af mindre- og flertal i Danmark. Sammen med den daværende formand for Sydslesvigsk Forening (SSF), Heinrich Schultz, begyndte Hans Heinrich Hansen også med at få de to mindretal i grænselandet til at nærme sig hinanden. I dag arbejder mindretallenes kulturforeninger tæt sammen og iværksætter projekter med deltagelse af mindre- og flertal. Dialog og personlig kontakt er for Hans Heinrich Hansen det første skridt hen mod en fredelig sameksistens af mindre- og flertal i hele Europa – det arbejder han for - hver dag.

https://www.fuen.org/dk/om-os/fakten/   

Abschluss-Doku des Projekts „Düppel 1864-2014“

In einer filmischen Dokumentation zeigt das schleswig-holsteinische Ministerium für Justiz, Kultur und Europa auf seiner Homepage eine Retrospektive des zu Ende gehenden Düppel-Jahrs. Dabei kommentiert Kulturministerin  Anke Spoorendonk den Zusammenschnitt der wichtigsten Ereignisse rund um „Düppel 1864-2014“. Dieses Projekt, sagt Anke Spoorendonk, hat zu einer Neuauflage der deutsch-dänischen Geschichte beigetragen und zeigt deutlich die große kulturelle und menschliche Vielfalt in der Region.

Die Dokumentation ist im Auftrag der Kulturabteilung des schleswig-holsteinischen Ministeriums für Justiz, Kultur und Europa entstanden und kann auf der Seite: http://www.schleswig-holstein.de/MJKE/DE/Kulturpolitik/Dueppel/Dueppel_node.html angeklickt werden.

Im Laufe des Düppel-Jahres fanden viele Veranstaltungen diesseits und jenseits der deutsch-dänischen Grenze statt. Es gab Tagungen, Lesungen, Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerte und Begegnungen. Alles unter dem Zeichen 1864-2014. Höhepunkt war die Großveranstaltung zum 18. April 2014. Mehr als 10.000 Besucher versammelten sich an der Königsschanze in Düppel und gedachten der verheerenden Schlacht vor 150 Jahren im zweiten schleswigschen Krieg. Aus Deutschland und Dänemark kamen die Menschen, um den Jahrestag zu würdigen, darunter auch viele Prominente wie die dänische Königin Margrethe II und der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Torsten Albig.

Foto: Tim Riediger

Slutdokumentation af det grænseoverskridende projekt Dybbøl 1864-2014

I forbindelse med Dybbøl-året var der en bred vifte arrangementer på tværs af den dansk-tyske grænse. Seminarer, literaturaftener, udstillinger, teater, koncerter og møder. Det overordnede emne var 1864-2014. Som højdepunkt nævnes det store arrangement den 18. april 2014. Over 10.000 mennesker fra Danmark og Tyskland samledes ved Kongeskansen og markerede 150-året for slaget ved Dybbøl i den 2. slesvigske krig. De stod skulder mod skulder, blandt dem også prominente gæster som Dronning Margrethe II og den slesvigholstenske ministerpræsident Torsten Albig. I en film-dokumentation bliver der vist billeder fra hele Dybbølåret med kommentarer af Anke Spoorendonk, slesvigholstensk minister für justits, kultur og Europa. Billederne fortæller om projektet ”Dybbøl 1864-2014” og viser en gang mere den store kulture mangfoldighed og det gode samarbejde på tværs af den dansk-tyske grænse.

Dokumentationen er blevet lavet på vegne af kulturafdelingen af det slesvigholstenske ministerium for justits, kultur og europa og bliver vist på:

http://www.schleswig-holstein.de/MJKE/DE/Kulturpolitik/Dueppel/Dueppel_node.html

Foto: Tim Riediger

„Minderheitenpolitik ist Friedenspolitik“

Auf dem Foto: László Bugyi, Antonia Horodinca , Mariia Kryvokhyzhyna, Caitlin Boulter, Dr. Mindaugas Kuklys und Jens A. Christiansen (v.l.)

Diesen prägenden Satz sprach Jens A. Christiansen, Generalsekretär des dänischen Kulturvereins in Südschleswig „Sydslesvigsk Forening“ (SSF), als ihn die sogenannten „Interns“, Studenten, die bei ECMI ein Praktikum machen bzw. für eine Zeit am Institut forschen, besuchten. Christiansen erläuterte die Rolle des SSF und auch die Aufgaben, die für die dänische Minderheit übernommen werden. Es gehe darum, die dänische Kultur und Sprache in der deutsch-dänischen Region zu fördern, aber auch als Mittler in ganz Europa tätig zu sein. Die dänische Minderheit wird jährlich vom dänischen Staat mit 60 Millionen Euro bezuschusst. Damit werden Schulen, Kindergärten, Bibliotheken und die Kultur- und Jugendorganisationen unterhalten. Südschleswig trägt dazu bei, Dänemark ein wenig größer zu machen, wie es auf der SSF Homepage zu lesen steht, und gilt auch als Modell für andere Grenzregionen. Dabei seien die Südschleswiger in der glücklichen Situation, dass zurzeit der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) mit in der schleswig-holsteinischen Regierung sitzt und somit aktiv Politik machen kann. Als einer der ersten Schritte wurden die Schulen der dänischen Minderheit den öffentlichen Schulen in Schleswig-Holstein gleichgestellt.  Die Studenten aus Ungarn, der Ukraine, Rumänien und Australien diskutierten mit Jens A. Christiansen außerdem über die Möglichkeiten einer doppelten Staatsbürgerschaft, das Wahlrecht für Mitglieder von Minderheiten und über die Bedeutung von zwei Muttersprachen. Vor Weihnachten werden die „Interns“ noch die deutsche Minderheit in Dänemark und die Friesen besuchen, um sich ein Bild von der gelebten Vielfalt im Grenzland machen zu können.

„Mindretalspolitik er fredspolitik“

På billedet: László Bugyi, Antonia Horodinca , Mariia Kryvokhyzhyna, Caitlin Boulter, Dr. Mindaugas Kuklys og Jens A. Christiansen (f.v.)

Denne prægende sætning sagde Jens A. Christiansen, generalsekretær for den danske kulturforening Sydslesvigsk Forening (SSF), da han havde besøg af de såkaldte ”interns”, der enten er i praktik  hos ECMI eller forsker ved instituttet. Jens A. Christiansen forklarede SSfs rolle og opgaver for det danske mindretal i Sydslesvig. Foreningens formål er at udbrede og pleje det danske sprog og  at værne om og fremme dansk og nordisk kultur. Samtidig gør foreningen også en stor indsats for hele Europa, står i dialog med andre mindretal og flertal, for at fremme viden om mindretal og kæmpe for deres rettigheder.  Det danske mindretal får en samlet dansk statsbevilling på mere end 500 millioner kroner årligt til skoler, børnehaver, biblioteker samt kultur- og ungdomsorganisationer. Sydslesvig bidrager til at gøre Danamrk lidt større, som man kan læse på ssf’s hjemmeside og anses som model for andere grænseregioner. Sydslesvigerne er desuden for tiden i den lykkelige situation, at deres eget parti SSW (Sydslesvigsk Vælgerforening) sidder med ved det slesvig-holstenske regeringsbord og aktivt kan bidrage med mindretalspolitik. En af de første skridt var at ligestille de danske skoler i Sydslesvig med de tyske. Studenterne fra Ungarn, Ukraine, Rumænien og Australien diskuterede med Jens A. Christiansen desuden om dobbelt statsborgerskab, valgret for mindretal og to modersmål. Før jul besøger de studerende desuden det tyske mindretal i Danmark og friserne for at få et indblik i grænselandets mangfoldighed.

Die Rolle der Medien in Bezug auf die Minderheiten

 

Prof. Augie Fleras von der University Waterloo, Kanada besucht ECMI in Flensburg. Er war im Rahmen einer Konferenz der Akademie des Jüdischen Museums Berlin zum Thema „Medien und Minderheiten. Fragen der Repräsentation im internationalen Vergleich“ nach Deutschland gereist.

 

Die Stippvisite Prof. Augie Fleras erklärte sich gleich zu Beginn des Besuchs bei ECMI im Kompagnietor – er ist nämlich in Flensburg geboren. Seine Eltern wanderten mit ihrem kleinen Sohn nach Kanada aus. Nach 67 Jahren konnte der Professor seine Geburtsstadt wiedersehen. Er sei von nicht von Heimat -Gefühlen überwältigt worden, als er am Bahnhof von Flensburg ankam, aber die Schönheit der Stadt und die besondere Hafenlage beeindruckte ihn sehr. Zu seinem Vortrag kamen die Mitarbeiter und Praktikanten ECMIs und hörten gespannt seinen Ausführungen zum Thema „Medien und Minderheiten“ zu.  Wodurch bezieht die Mehrheitsbevölkerung ihr Wissen über die Minderheiten? Und was und wieviel steht über die Minderheiten in der Tagespresse? Fleras führt den Begriff „White Ethnic Media“ ein – was so viel heißt, dass die herkömmlichen Medien von dem weißen Bevölkerungsanteil beherrscht werden. So liest, hört und sieht die Mehrheitsbevölkerung Beiträge über Minderheiten, die von Mehrheiten gemacht werden. Außerdem hat Fleras eine Erhebung der vergangenen Jahre gemacht und festgestellt, dass nur ein ganz geringer Teil der Beiträge über Minderheiten positiv belegt sind. Stereotype lassen sich so nur schwer abbauen und werden durch die Meinungsmache der Medien eher noch verstärkt. Prof. Augie Fleras fordert dazu auf, dass junge Journalisten lernen, sensibler mit Minderheitenthemen umzugehen, sowohl was die Wort- als auch die Bildauswahl anbetrifft. Im Plenum folgt eine Diskussion über die Einteilung von Menschen in Mehr- und Minderheiten. Wer ist weiß und wer ist schwarz? Sind die Ergebnisse von Fleras Vortrag übertragbar auf Europa? Ein eindeutiges Resultat gibt es nicht. Der Prof. erkennt, dass er ja früher als deutscher Einwanderer auch einer Minderheit angehörte und nur kurz nach dem Krieg eine Menge Hohn und Spott einstecken musste. Heute fühle er sich jedoch der Mehrheitsbevölkerung in Kanada angehörig. 

Mediernes rolle i forbindelse med mindretallene

 

Prof. Augie Fleras fra University Waterloo, Canada var på besøg hos ECMI i Flensburg. I forbindelse med en konference arrangeret af „Akademie des Jüdischen Museums Berlin“ med emnet „Medier og mindretal i international sammenhæng” var han rejst til Tyskland.

 

Det korte visit i Flensborg forklarer sig i de første minutter af besøget hos ECMI – han er nemlig født i Flensburg. Forældrene udvandrede til Canada med deres lille søn. Efter 67 år var professoren tilbage i fødebyen. Han erkender, at han ikke blev overvældet af hjemstavnsfølelser, da han kom via tog fra Berlin, men byens skønhed gjorde indtryk på ham og også beliggenheden ved havnen. Til Augie Fleras foredrag kom ECMIs medarbejdere og praktikanter, der lyttede spændt til redegørelserne omkring emnet ”medier og mindretal”. Hvordan får flertalsbefolkningen deres information omkring mindretal? Og hvad og hvor meget står i dagbladene? Augie Fleras forklarer begrebet ”White Ethnic Media” – det betyder, at størstedelen af alle medier bliver behersket af den hvide andel af Canadas befolkning. Således læser, hører og ser flertalsbefolkningen indslag omkring mindretal lavet af flertallet. I en undersøgelse Fleras selv har lavet fandt han ud af at kun en meget lille del af indslagene omkring mindretal er positive. Stereotyper kan på den måde kun svært ændres og bliver tværtimod forstærket endnu mere på grund af mediernes magt. Augie Fleras opfordrer til, at unge journalister lærer en mere sensibel måde at håndtere mindretalsemner på med hensyn til billedudvalg og ordvalg. I plenum fulgte en diskussion om menneskers inddeling i mindre- og flertal. Hvem er hvid og hvem er sort? Kan resultaterne af Fleras foredrag bruges i Europa? Entydige resultater er der ikke. Professoren erkender, at han jo som barn selv var indvandrer, der blev mobbet på grund af sin tyske baggrund kort efter krigen. I dag føler han sig som medlem af flertallet i Canada.   

Bilder aus Georgien

Die Ausstellung ”Ethnic Minorities in Georgia” von der georgischen Fotografin Natela Grigalashvili zeigt im Flensburger Rathaus die Vielfalt des multikulturellen Georgiens mit seinen mehr als zwanzig ethnischen Minderheiten. Rund 16 Prozent der Bevölkerung gehört zu einer dieser Bevölkerungsgruppen - u.a. Armenier, Yezedi-Kurden, Osseten, Awaren, Udinen, Juden und Roma. Die Ausstellung und das Begleitbuch wurden in Zusammenarbeit mit dem European Centre for Minority lssues Caucasus und des Ausschusses für Menschenrechte und Bürger-Einbindung des georgischen Parlaments vorbereitet. Den Besuchern der Ausstellung im Flensburger Rathaus soll ein Einblick in das multikulturelle Georgien gegeben werden.

Die Fotografin Natela Grigalashvili wurde 1965 in Khashuri in Georgien geboren. lhre Biographie ist geprägt von unterschiedlichen Tätigkeiten und Ausstellungen. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre Arbeit als Fotografin und Raumgestalterin.

Die Foto-Ausstellung im Rathaus, Eingangshalle Nord kann zwischen dem 6. und 24. Oktober besucht werden.

Stadt Flensburg, Rathausplatz 1, 24931 Flensburg

Billeder fra Georgien

Udstillingen ”Ethnic Minorities in Georgia” af den georgiske fotograf Natela  Grigalashvili viser det multikulturelle Georgien med dets væld af forskellige  befolkningsgrupper. Omkring 16 procent af Georgiens befolkning tilhører etniske mindretal. Landet huser over tyve større etniske mindretalssamfund. De udstillede værker dækker en række af dem, herunder armenere, yezedikurdere, assyrere, osseter,udi, jøder og roma. Udstillingen og den ledsagende bog er udgivet  af European Centre for Minority lssues Caucasus og det georgiske parlaments udvalg for menneskerettigheder og civil integration. Når ECMI bringer udstillingen til rådhuset i Flensborg , er det i håb om at give de besøgende et inspirerende kig ind i det multikulturelle Georgien.

Natela Grigalashvili blev født i Khashuri i Georgien i 1965. Hendes biografi er rig og varieret, med mange aktiviteter, priser, udstillinger, og en vifte af forskellige arbejdserfaringer. Hun er mest kendt som fotograf og dekoratør.

Fotoserien om Georgiens etniske mindretal kan ses på rådhuset i Indgangshallen, Nord i Flensburg fra den 6. til 24. oktober.

Stadt Flensburg, Rathausplatz 1, 24931 Flensburg

ECMI in Flensburg Journal: Tamaris neue Welt

“Tamaris neue Welt: Wie eine junge Georgierin nach Flensburg kam und ihr Glück fand” – Das Portrait über Tamari Bulia in der Dezember Ausgabe des Flensburg Journals. Tamari ist Projektkoordinatorin bei ECMI und persönliche Assistentin von ECMI Direktorin Dr. Tove Malloy.

Es war wohl eine schicksalhafte Fügung. Tamari Bulia (27) staunt heute noch darüber, wie sie aus dem fernen Georgien nach Flensburg kam, dort an der Uni studierte und schließlich beim Minderheitenzentrum European Center for Minority Issues (ECMI) eingestellt wurde. „Ich war ein knappes Jahr in Flensburg und fühlte mich immer noch ziemlich verloren. Ich konnte kein Deutsch und auch wenn ich mit Englisch an der Uni gut zu Recht kam, half mir das beim Bäcker und draußen auf der Straße nicht wirklich weiter. Hinzu kam der große Kultur-Unterschied und … das kühlere Klima“, erinnert sich Tamari.

Und so begann Tamaris Geschichte: Ihr Studiengang der European Studies bekam im Herbst 2011 eine Einladung zu einer internationalen Konferenz ins Flensborg Hus – organisiert von ECMI. Für Tamari tat sich eine neue Welt auf. „Es war phantastisch. Die Konferenz war auf Englisch, die Konferenzteilnehmer kamen aus ganz Europa. Ich hörte spannende Vorträge über die Verhältnisse von Minderheiten in Bezug auf die globalisierte Welt, lebhafte Debatten über die Rechte von Volksgruppen und interessante Gespräche in den Kaffeepausen. Ich fühlte mich sofort zuhause und angekommen.“ Bevor sie nach Flensburg kam, hatte Tamari von ECMI noch nie etwas gehört, einem Institut, das sich mit Problemen und Rechten von Minderheiten auseinander setzt und weltweit perfekt vernetzt ist.

Der gesamte Artikel

ECMI i Flensburg Journal: Tamaris nye verden

"Tamaris nye verden: Hvordan en pige fra Georgien kom til Flensborg" - artiklen omkring Tamari Bulia i Flensburg Journals december udgave. 

Tamari Bulia (27) overraskes stadig når hun tænker på de drejninger livet kan tage. Hun blev født   1987 i Zugdidi i Vest-Georgien som barn nummer tre.  Hendes mor arbejder som læge på et sygehus og hendes far er ingeniør. I Tamari’s barndomsår sker der store omvæltninger i landet. Georgien løsriver sig fra Sovjet Unionen, bliver uafhængig og kastet ud i en usikker fremtid med krig, modstand og dårlig økonomi. For Tamaris forældre var det utrolig vigtig at deres yngste pige fik en funderet uddannelse og lærte engelsk. Efter studentereksamen drog Tamari for et år til USA og lærte at leve et selvstændigt og uafhængigt liv. Hun var nysgerrig og arbejdede hårdt på at uddanne sig bedst muligt. Hendes bachelor bestod hun i Tbilisi, Georgiens hovedstad og besluttede derefter at søge en studieplads et andet sted i Europa. Det blev Flensborg og der opdagede hun en ny verden. Det var ikke så nemt at finde sig til rette, men mødet med andre studerende og instituttet ECMI fik hende nu efter fire år i byen til at føle sig hjemme. Sidste år blev hun færdig med mastergraden og arbejder nu som personlig assistent for Tove Malloy, der er ECMI’s direktør. 

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Über die Geschichte, Trauungen in Kompagnietor und Bilder. [Link]

ECMI News in the Border Region

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